Jahresfahrt 2019

Es war eine besondere Fahrt, zu der wir früh morgens am vergangenen Mittwoch (21.8.2019) gestartet sind. Das Ziel war Uzès, um zusammen mit unseren französischen Freunden den 35. Geburtstag der Städtepartnerschaft zu feiern. Unterwegs gab es den schon traditionellen Sektempfang mit einer großen Auswahl selbsthergestellter Kuchen etc. – u.a. auch den Sekt, den Hans Waldenmayr uns spendierte (aus eigener Herstellung!), obwohl er nicht an der Fahrt teilnehmen konnte – ein herzliches Dankeschön dafür! Nach der langen Busfahrt freuten wir uns, im Hotel Best Western in Uzès gut angekommen zu sein – viele von uns kannten es schon von früheren Besuchen. Der zum Hotel gehörende Swimming pool verschaffte uns verschiedene Male eine Abkühlung! Mit unserer Gruppe waren auch die Weinhoheiten 2019 nach Uzès gekommen – Anna-Lena, Nadja und Anne-Kathrin. Und beim Abendessen trafen wir auch unseren Bürgermeister Hans-Jörg Höfer, der zusammen mit seiner Frau eine Frankreich-Reise mit Ziel Uzès unternommen hatte, um bei dem Festabend zum 35. Geburtstag dabei zu sein. Als Menu konnten wir genießen: einen Salat, danach Loup de mer avec tarte de legume, pommes gratin, und die Nachspeise war eine „Melodie de dessert“! In guter Runde ließ man den Tag auf der Hotelterrasse ausklingen.

Der nächste Tag stand zunächst im Zeichen der Kunst – wir besuchten in Les Baux de Provence die bekannte Ton- und Lichtschau „Carrières de Lumières“ ; in jährlich wechselnder Folge werden Bilder verschiedener großer Maler an die Wände eines aufgelassenen Kalksteinbruchs projiziert, in diesem Jahr Vincent van Gogh – ein sehr schönes Erlebnis! Es blieb noch Zeit, das alte Dorf zu besuchen mit seinen mittelalterlichen Häusern, den fantastischen Ausblicken und dem Schloß der Fürsten von Les Baux (vom provenzalischen Wort Baou, was soviel bedeutet wie „schroffe Felsen“), das heute im Privatbesitz der Fürsten von Monaco ist. Im Mittelalter war Les Baux eine Hochburg der Minnekunst – Trobadoure von weit her kamen in die Stadt. 1822 wurde die Bedeutung eines in der Umgebung gefundenen Minerals entdeckt, das als Bauxit bekannt wurde (Aluminium)!

Am Nachmittag konnten wir einige Mitglieder der „Université populaire“ (UP) treffen – das Pendant zu unserer „Volkshochschule“. Die UP von Uzès konnte gerade in ein neu errichtetes Gebäude einziehen, hat derzeit ca. 900 Mitglieder, davon haben ca. 190 Kurse für Sprachen belegt, wobei demnächst Kurse für deutsch und neu auch für polnisch gefördert werden sollen.

Am Abend erwartete uns ein besonderes Event – ein Besuch auf dem Gestüt „Haras national d‘Uzès“. Wir sahen eine Show, die zeigte, wie intensiv man mit den Pferden arbeitet – sie werden dort ausgebildet, um später als „cheval de loisir“ (Freizeitpferde) eingesetzt zu werden. Großes Können zeigten die Reiter beispielsweise wenn sie auf zwei Pferden stehend durch die Arena auf die Zuschauer zukamen! Zu dieser Abendveranstaltung waren auch die polnischen Gäste eingeladen – Uzès feierte gleichzeitig mit unserem Jubiläum die 40jährige Partnerschaft mit Paczków im Südwesten von Polen. Der Abend klang aus mit einem überaus vielfältigen Buffett und guten Weinen!

Der Freitag – ein strahlend schöner Sommertag – war für den Besuch des „Pont du Gard“ reserviert. Dieses Bauwerk, das im 1. Jh. n.Chr. begonnen wurde, versorgte die Stadt Nîmes mit frischem Wasser – täglich flossen ca. 35.000 cbm durch diese Wasserleitung. Der Pont du Gard überspannt den Gard(on) in einer Höhe von knapp 50 m und hat auf seiner gesamten Länge von 50 km bis Nîmes ein Gefälle von 24 cm/km. Die dreifach übereinander stehenden Bogenreihen (die obere hat 32 Bögen) machen die Schönheit des Bauwerkes aus.

Der Abend ganz im Zeichen der offiziellen Geburtstagsfeier. Vor Beginn blieb uns ein wenig Zeit, durch die schönen Gassen und Plätze von Uzès zu schlendern – Uzès hatte als Stadt der Tuchhersteller einen großen Reichtum erworben. Der Festabend im „Salle polyvalente“ begann um 19.00 Uhr mit herzlicher Begrüßung der geladenen Gäste und Freunde. Viele waren gekommen, und es wurde ein Abend der Völkerverständigung! Zu unserer großen Freude hatte auch Horst Schütze es sich nicht nehmen lassen, zu diesem besonderen Anlass nach Uzès zu kommen. Vor 35 Jahren hat er eine Städtepartnerschaft gesucht und Uzès gefunden! Kurz darauf wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen Schriesheim und Uzès von den Bürgermeistern Peter Riehl und Jean-Luc Chapon unterzeichnet.

Es gab viele Reden an diesem Abend – der Vorsitzende des Comitée de Jumelage, Gérard Bonneau, eröffnete mit Erinnerungen an die Anfangsjahre mit beiden Partnerstädten und an viele Ereignisse in den Folgejahren. Die Partnerschaft mit Paczków wurde vor 40 Jahren begonnen, hatte dazwischen einige Jahre mit eher wenigen Begegnungen, konnte aber in 2018 wieder aufleben. Zwischen Schriesheim und Uzès verstärken sich seit geraumer Zeit die Besuche von Gruppen der Feuerwehren beider Städte, und die Gymnasien pflegen seit einigen Jahren einen stets intensiver werdenden Schüleraustausch – diese Entwicklungen, aber auch die Hoffnung auf das WiederzustandeKommen der Treffen der Musikschulen, waren Claudia Ebert, 1. Vorsitzende des Förderkreis Partnerschaft Schriesheim-Uzès, in ihrer Rede wichtige Punkte; ebenso auch der große Stellenwert, den eine Städtepartnerschaft für die Einigkeit Europas einnimmt. Sie dankte allen, die im Laufe der 35 Jahre die Idee der Partnerschaft mitgetragen haben. Bürgermeister Hans-Jörg Höfer unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit der Zusammentreffen der Menschen auf verschiedenen Ebenen – sei es beim Sport, Jugend-Austausch oder Musik. Der Gedanke an ein vereintes Europa kann nur durch solche Begegnungen wachgehalten werden und ist ein hohes Gut unserer Zeit. Jean-Luc Chapon, immer noch Bürgermeister von Uzès, schloss sich diesen Ausführungen an. Ebenso hob auch der Bürgermeister von Paczków den Wert von Städtepartnerschaften hervor. Die Schriesheimer Weinkönigin zusammen mit ihren beiden Prinzessinnen trug ein Grußwort an alle Gäste vor. Viele Reden – viele Übersetzungen; jede Rede wurde in drei Sprachen übersetzt – französisch, deutsch, polnisch (für die deutsche Übersetzung hat Maria Müller-Weber gesorgt). Allein daran ist abzulesen, welch internationalen Abend wir erlebt haben. Die polnischen Gäste hatten einen Jugend-Chor mitgebracht, ca. 10 Jugendliche trugen ihre Songs professionell vor! Geschenke wurden ausgetauscht – als Geschenk unseres Vereins übergab Claudia Ebert an Gérard Bonneau EUR 350,- als Anspielung auf die 35 Jahre unserer Partnerschaft – ein kleiner Beitrag zu den begonnenen Ausgrabungen eines „Steinkreises“ (cromlech), der Anfang diesen Jahres bei Straßenbauarbeiten entdeckt wurde, womit sich das Alter der Stadt Uzès genauer definieren lässt. Es gab Weine, Sekt, Eau de vie... Wir Gäste erhielten als Andenken an den Jubiläums-Abend ein hübsches Glas mit der Silhouette von Uzès. Danach wiederum ein köstliches Essen! Eine große Überraschung hatte sich Gérard Bonneau ausgedacht – er hatte die „Heidelberg JazzMen“ eingeladen, sie umrahmten die Veranstaltung mit ihren flotten Rhythmen! Spät war es geworden – irgendwann (!) mussten wir die Rückfahrt zum Hotel antreten, Rolf als unser hervorragender und geduldiger Busfahrer musste sich an Zeiten halten... Einige Unentwegte blieben noch bei der Veranstaltung und nahmen den Weg zu Fuß ins Hotel auf sich.

Markttag in Uzès ist etwas Besonderes – am Samstag Morgen mit dem Bus in die Nähe der Altstadt war es nicht weit bis zu den Plätzen und Gassen, in denen sich das bunte Treiben ausdehnte. Aus der Fülle des Angebots auszuwählen fiel nicht leicht – Gemüse, Obst, Honig, Gewürze, Nüsse, aber auch Tischdecken, Sets, Kleider (noch für den dort herrschenden Hochsommer geeignet!), aus Bambus gehäkelte Jäckchen – jeder konnte etwas finden. Auch die Austern-Liebhaber kamen mit einem Glas Weißwein dazu auf ihre Kosten! Und für diesen Tag hatten uns unsere französischen Freunde mittags zum Paella-Essen an die Eure-Quelle eingeladen – es ist ein herrlich kühler Platz unter Bäumen, und die Quelle, deren Wasser auch über den Pont du Gard nach Nîmes fließt, in der Nähe.

Mit diesen vielen Programmpunkten gingen die Tage unserer Jahresfahrt sehr schnell vorbei. Alles wäre nicht so gut zu absolvieren, hätten wir nicht einen so umsichtigen und sicheren Busfahrer wie Rolf Farrenkopf, der uns am Sonntag in vielen Stunden auf der Autobahn wieder heil nach Schriesheim zurückbrachte, danke! Danke auch an Gérard Bonneau und sein Team. Ein besonders herzliches Dankeschön aber an Claudia Ebert, die mit viel Liebe und Überlegung all dies zusammengestellt und mit den Freunden aus Uzès abgestimmt hat! Danke – und hoffentlich à la prochaîne fois... (Martha Berg)

Jahresfahrt 2018

Unter der bewährten und immer einsatzfreudigen Leitung von Claudia Ebert, der wir auch das gesamte Programm und die Organisation der Reise zu verdanken hatten,  brachen am Mittwoch, den 15. August rund 30 Teilnehmer frohgemut zur Jahresfahrt nach Uzès auf.

Unser Busfahrer Rolf ist ein Uzès-Veteran und brachte Gelassenheit, Ruhe und Humor mit sich, sodass wir uns ihm gerne auf der 900 km weiten Fahrt anvertrauten. Dieser Eindruck täuschte nicht, denn später konnten wir mehrmals bewundern, wie er seinen riesigen Bus rückwärtsfahrend zentimetergenau in die winzigste Parklücke einfädelte.

Die Fahrt durch die Burgundische Pforte und das lichtdurchflutete Rhonetal  war dann geeignet,  uns schon einmal auf Frankreich einzustimmen. Aus dem hitzegeschädigten Norden kommend, wo in diesem Jahr die Wälder schon Mitte August sich herbstlich verfärben, begannen wir uns südlich von Lyon zu wundern. Die Natur wurde immer grüner und in Uzès konnten wir dann über weite, dunkelgrüne Weinberge blicken.

Am Stadtrand von Uzès gelegen, empfing uns das HOTEL UZES PONT DU GARD zum Abendessen am kristallklaren Wasser des Schwimmbeckens unter Palmen und Ölbäumen.  Der „Dos de Loup de Mer“ wurde in Weinsauce serviert und war mit Gemüse garniert. Es folgten Gnocchi und eine „Melodie de Dessert“. Ähnlich ging es auch an den  anderen Abenden zu,  sodass es sich erübrigt, weiter darüber zu berichten.

Am nächsten Morgen (Donnerstag)  fuhren wir 55 km weit nach Südosten zu den „Carrìeres de Lumìeres“, gelegen bei dem mittelalterlichen Städtchen  „Les Baux“.  Hier wurde im 19. Jh. ein aluminium-haltiges Mineral entdeckt, welches seinen Namen „Bauxit“  diesem ersten Fundort verdankt und was in der Folge zur heutigen weltweiten Produktion von Millionen Tonnen diese begehrten Leichtmetalls führte.  

Die „Carrìeres de Lumìeres“ (Steinbrüche des Lichts) sind eine gewaltige Licht- und Ton – Installation in den saalartigen Gewölben des verlassenen Steinbruchs,  wobei in unserem Fall Werke von Picasso und spanischen Meistern in bewegten Bildern auf die Wände projiziert wurden.  Ein nachfolgender Spaziergang durch Les Baux beruhigte dann wieder die aufgewühlten Sinne.

Dann wurde es am Nachmittag viel ruhiger, kleiner und niedlicher.  Wir fuhren weiter zu den “Santons“ nach Le Paradou. Die Santons sind kleine, sehr bunte und sehr vielgestaltige Tonfiguren, die sich aus einer langen Krippen-Tradition herleiten. Im „Village des Santons“ war eine überwältigende Vielfalt von Santons in ihren Häusern und bei ihren täglichen Verrichtungen zu besichtigen. 

Um 18:00 Uhr empfing uns die Stadt Uzès im Rathaus. Gérard Bonneau, Président du Comité de Jumelage, stellvertretender Bürgermeister und Mitglied des Stadtrates, hielt eine launige Begrüßungsansprache. Dabei betonte er, dass er schon einmal in Schriesheim geheiratet habe, die „Ehe“ aber nur vier Stunden lang während des Mathaisemarktes gehalten habe. Immerhin sei er dadurch in Schriesheim besser bekannt gewesen als zuhause. Vor allem freue es ihn aber, heute seine damalige Braut Claudia Ebert wieder zu sehen.                         M. Pujolas, Yvette Meric, Christian et Adèle Dagorn, Brigitte Lelandais und andere verstärkten das Empfangskomitee.

Der Abend klang aus im „Vieux Café d’Aniathazze“ auf dem Boulevard Gambetta im Zentrum von Uzès.

Am Freitagmorgen fuhren wiederum 55 km weit, diesmal nach Norden in die Ardèche. Hier wurde 1994 bei dem Ort Vallon Pont d‘ Arc die „Grotte Chauvet“  mit prähistorischen Malereien von ungeahnter Schönheit und Vielfalt entdeckt.  Heute ist die Original-Höhle aus konservatorischen Gründen nicht zugänglich.  Mit der „Cavern Pont d’Arc“ hat man jedoch ganz in der Nähe mit großem wissenschaftlichem und finanziellem Aufwand  einen detailgetreuen Nachbau geschaffen, der sich vom Original praktisch nicht unterscheiden lässt. Die Besichtigung dieser bis zu 36 000 Jahre alten Kunstwerke und der Ansammlung von Schädeln des Höhlenbären in den ausgedehnten, verschachtelten Höhlenkammern bildete für viele von uns den Höhepunkt der gesamten Reise.

Danach folgte das mittägliche Picknick auf mitgebrachten Bierbänken und –tischen in freier Natur.

Zurück in Uzès führte uns Claudia durch die mittelalterlichen Gassen unserer Partnerstadt mit den Höhepunkten Bischofs- und Herzogspalast, sowie der Kathedrale mit dem Glockenturm  „Tour Fenestrelle“  aus dem 12. Jh. als dem Wahrzeichen der Stadt.

Am Samstagmorgen gaben wir uns dem legendären Markt von Uzès auf der „Place aux Herbes“ hin.  So  viele Menschen gibt es doch gar nicht in Uzès, sie müssen von überall hergekommen sein! Das fröhliche Gedränge und die bunte Vielfalt bis in die Nebengassen waren ein besonderes Erlebnis.

Da war es gut, dass wir am Nachmittag zu einer Weinprobe in die „Domaine de l’Aqueduc“ aufbrachen.  Das Weingut hat seinen Namen von der römischen Wasserleitung, die über den „Pont du Gard“ nach Nîmes führte und von der ein kurzes  Stück hinter dem Weingut zu sehen ist.  Auf dem Rückweg machten wir in dem riesigen Kaufhaus „Carrefour“ Station, wo viele sich mit dem versorgten,  was sie in Deutschland nicht bekommen.

Am Sonntag, den 19. August, blieb uns dann nur noch die Rückfahrt. Sie wurde wieder mit einem Picknick unterbrochen, verschönt mit Rotwein aus den 5-Liter-Behältern.

Als wir uns am Abend gegen 21:00 Uhr wieder auf dem Festplatz in Schriesheim einfanden, hatte eine intensive und erlebnisreiche Reise ihr schönes Ende gefunden.                     R. Z.

Jahresfahrt 2017

Im nächsten Jahr fahren wir wieder zum Fête Votive nach Uzès und zwar vom 2. – 6. August 2017.

Geplantes Programm : Besuch  von "Les Carrières de Lumières" (Brueghel, Bosch, Arcimboldo), Stadtrundgang in Les Saintes Maries am Meer, kleine Wanderung zur Eurequelle und zu den Relikten des Aquäduktes, Markt und Stadtrundgang in Uzès, Weinprobe, evtl. Avignon und Pont du Gard.

Leistung: Busfahrt, Übernachtung mit HP, Sektempfang, mittags 3 x Picknick, Eintritts- und Trinkgelder, Führungen, Reiserücktrittsversicherung.

Preis: € 495,-/pro Person im DZ für Mitglieder, Nichtmitglieder zahlen € 10,- mehr.

Programm und Leitung: Claudia Ebert.

Bitte melden Sie sich direkt bei Claudia Ebert an: Wiesenweg 12. Tel.06203-62540

 Das Anmeldeformular können Sie sich hier herunterladen.

Jahresfahrt 2016

In diesem Jahr fahren wir vom 10. - 14.August 2016 nach Uzès, wenn dort die Weinmesse stattfindet. Wir haben für Sie folgendes Programm geplant: Besichtigung der Carrières de Lumières mit der Chagall-Präsentation, Fahrt und Rundgang in Aigues-Mortes, Besuch der Weinmesse in Uzès, ein Spaziergang zur Eurequelle, ein Muß der Wochenmarkt in Uzès und eine Fahrt zum Pont du Gard. Der Preis beträgt für Mitglieder im DZ: € 490.00, Nichtmitglieder zahlen € 10.00  mehr, Einzelzimmer-Zuschlag € 90,-/Person. Im Preis enthalten sind die Fahrt im Reisebus der Fa. Farrenkopf, 4 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Best Western in Uzès, Verpflegung mit Mittag- und Abendessen (mittags zweimal Picknick), Sektempfang, Eintrittsgelder, Reiseleitung und Reiserücktrittsversicherung. Sonne und gute Laune sind gratis. Die Reiseleitung übernimmt unsere 1. Vorsitzende, Claudia Ebert. Wenn Sie noch Fragen haben wenden Sie sich bitte ebenfalls an Frau Ebert, Tel. 06203-62540 oder info(at)schriesheim-uzes.de. Das Anmeldeformular mit allen Einzelheiten zu Zahlung und Abwicklung können Sie sich hier herunterladen. Das ausgefüllte Formular können Sie dann einfach bei Frau Ebert abgeben oder uns per E-Mail bzw. per Post zusenden.

Jahresfahrt nach Uzès vom 05. - 09.08.2015

Ein Bericht von Frau Dr. Ursula Renner:

Am Mittwoch wurden bei noch angenehmen Temperaturen um 6.30h die Koffer verladen, und es ging ziemlich pünktlich los. Unser Fahrer war der Chef Rolf selbst. Es waren hohe Temperaturen angesagt, die sich auch einstellten. Unterwegs gab es anstelle des üblichen Picknicks einen Sektempfang und bei einer anderen Pause Kaffee und von Teilnehmerinnen selbst gebackenen, köstlichen Kuchen. Wir kamen wunderbar durch und landeten bereits kurz nach 18.30h im Hotel Best Western bei strahlendem Wetter und ca 37 Grad. Die klimatisierten Zimmer wurden bezogen, und ab 20h gab es ein gutes Abendmenü mit Entenbrust als Hauptgang.  Der Vorsitzende des Comité de Jumelage, Gérard Bonneau und seine Frau kamen zur Begrüßung vorbei. Wir saßen auf der Poolterrasse und genossen jeden Luftzug.

Am Donnerstag fuhren wir nach dem Frühstück, ebenfalls auf der Poolterrasse, bei herrlichem Wetter bereits um 8.45h los zu den Carrières de Lumières, dem Steinbruch bei Les Baux mit den hervorragenden Light & Sound-Shows. Dieses Jahr standen die Maler der italienischen Renaissance Da Vinci, Raffael und Michelangelo auf dem Programm. Die Bilder passierten langsam Wände, Decken und Böden, untermalt von passender Musik, u.a. aus der Carmina Burana. Es war angenehm kühl, und viele Leute genossen wie wir andächtig das Spektakel.
Dann hatten wir Freizeit im Bergdörfchen Les Baux, in dem es jetzt in der Hauptsaison von Touristen nur so wimmelt. Wie ein Adlerhorst thront es auf dem Berg. Bemerkenswert ist das kleine Museum für Krippenfiguren (Musée de Santons): Die Figürchen sind provenzalisch, elegant zur napoleonischen Zeit oder „modern“. Eine provenzalische Krippenfigur bildet einen Typ ab, z.B. den reichen Mühlenbesitzer, den armen Viehhirten, die böse Alte, etc. und erinnert so an die Comedia dell‘ Arte.  In der Kirche St. Vincent kann man schöne, moderne Glasfenster bewundern, die sehr gut in die schlichte dreischiffige Kirche passen. Die Kirche ist mangels Platz breiter als lang. Alle paar Meter in den verwinkelten Gassen locken Terrassen mit Blick in das Tal und die umgebende Bergwelt,  bei einem Glas Rosé oder einem großen, kühlen Saft zu verweilen.
Auf der Weiterfahrt finden wir einen schattigen, windigen Rastplatz und nehmen unser Picknick ein: belegte Baguette, eingelegte grüne und schwarze Oliven, geschnibbelte Gurken, Tomätchen, schmackhafte Aprikosen und Melonen, alles ordentlich begossen mit Wein und Wasser. Neben uns rastet die örtliche Feuerwehr. Bei diesen Temperaturen besteht in hohem Maße Waldbrandgefahr.

Wir fahren zur Ausgrabung Glanum bei St. Rémy-de-Provence, eine absolute Premiere für uns Schriesheimer: Gegründet ca 600 v. Chr von Phöniziern, ab 125 v. Chr römisch (Zeittafel: 124 v. Chr gründeten die Römer Aix-en-Provence; 49 v. Chr nimmt Caesar Marseille ein; 27 v. Chr wird Augustus Kaiser; ca 25 v. Chr entsteht die gallische Provinz; ab 270 n.Chr. Germaneneinfälle und Glanum wird verlassen). Das Mausoleum und die Überreste eines beeindruckenden Stadttors mit Kassettendecke vor der Stadt waren schon immer sichtbar, während die griechischen und römischen Reste der Stadt erst sehr viel später ausgegraben wurden. Unsere Reiseleiterin Claudia bereitet uns hier im Schatten auf das Kommende vor. Im Eingangsgebäude befinden sich zwei Stadtmodelle, die den bislang erforschten Zustand zum einen in der Epoche 150 – 50 v. Chr und zum anderen von 50 v. – 270 n. Chr. abbilden. Wir sind die einzigen Besucher und durchwandern die in wunderschöner, hügeliger Landschaft liegenden, durchaus beeindruckenden Ruinen bei strahlend blauem Himmel. Es ist zwar heiß, aber nicht schwül, und es weht fast immer ein leichter Wind.
Leicht erschöpft von all den Eindrücken und den Temperaturen erreichen wir schließlich am frühen Abend die kleine Domaine Sourilhac in Domazan, wo uns eine Weinprobe erwartet. Es gibt Rotwein (AOC Côtes du Rhône Village aus Syrah und Grenache), einen schwereren, im Barrique ausgebauten Syrah, Rosé aus Cinsault und Grenache blanc und rot und einen herzhaften Weißwein aus Viognier, Grenache blanc, Clairette, Ronsanne und Marsanne.  Es wird probiert und Umsatz gemacht! Und wir bestellen den Wein fürs Altstadtfest, um ihn temperaturbedingt erst am Tag der Abfahrt abzuholen.
Auf der Rückfahrt nach Uzès wird u.a. von Oscar Garcia, dem Koch des 1-Sterne-Lokals „La Table d’Uzès“,  berichtet, und Claudia gibt das Programm des nächsten Tags bekannt. Wir kommen erst spät an und freuen uns alle auf eine Dusche. Wir essen wieder, beäugt von der holländischen Reisegruppe, die im klimatisierten Restaurant sitzt, auf der Poolterrasse. Heute abend gibt es Lachs. Viele genießen noch lange die laue Sommernacht bei verdientem Pressée (Bier) oder kühlem Crémant (Sekt aus dem Elsaß!) oder Roséwein.

Freitag: Ein weiterer strahlender Tag erwartet uns: Um 9h hat der Bürgermeister im Hof neben der Kathedrale wegen des Fête Votive die Bevölkerung zum Petit Déjeuner eingeladen. Der Bürgermeister Jean-Luc Chapon, der unsere Städtepartnerschaft mitgegründet hat,  begrüßt Claudia und einige von uns; er  ist schon seit 38 Jahren im Amt und verändert sich optisch kaum. Schließlich tritt er ans Mikrophon, und der offizielle Teil beginnt. Claudia führt uns kurz in die Kathedrale St. Théodorit, neben der sich das Wahrzeichen von Uzès, der Turm Fenestrelle, minarettartig in den tiefblauen Himmel reckt. Die kleine Orgel ist u.a. wegen der im 17. Jh bemalten Seitenflügel ein Nationales Kulturerbe.  Wir machen in der morgentlichen Luft noch einige Schritte durch die typischen Altstadtgassen von Uzès. Dann fahren wir mit dem Bus durch die Hügellandschaft der Cevennen zur Höhle Aven d’Orgnac. Im Bus macht rasch die Eselsbrücke für Stalagmiten und Stalaktiten die Runde: „Die Mi(e)ten steigen, und die Ti(t)ten hängen.“ Wir sind Teil einer großen, kinderreichen Truppe, die um 12h geschlossen in die dauerhaft 13 Grad kühle, riesige Tropfsteinhöhle geführt wird. Für die „normalen“ Besucher  werden über ein riesiges Treppensystem für einen ca einstündigen Gang nacheinander 3 gewaltige „Hallen“ zugänglich gemacht, während es für „sportliche Besucher“ richtige Abenteuer-Exkursionen gibt. Mit unterschiedlichen Lichteffekten werden die verschiedenen Formationen – u.a. Sintervorhänge, Stalagnate (vom Boden bis zur Decke reichende Säulen), gewaltige  Stalaktiten und Stalagmiten – abwechselnd beleuchtet, und ihr Entstehen anschaulich und launig erklärt. Am tiefsten Punkt sind wir 130 Meter unter dem Meeresspiegel, und die letzte Höhe wird von Lichtspielen und Musik geflutet. Mit dem bequemen Aufzug geht es in Windeseile wieder noch oben, in das südfranzösische Licht. Wir essen auf der Restaurantterrasse der Anlage: Es gibt abwechslungsreiche gemischte kalte regionale Vorspeisen, ein Eis und wie immer ein Getränk. Für das sehr interessante prähistorische Museum bleibt leider nur wenig Zeit, das u.a. die Vorzeit sehr anschaulich erklärt und die wissenschaftlichen Methoden zu ihrer Erforschung.

Wir fahren um 15.30h ab. Zwar will Claudia unterwegs nochmal Kaffee und Kuchen anbieten, aber bei diesen Temperaturen träumen alle vom Hotelpool.
Am Abend bummelt jeder individuell in die Altstadt. Die Boulevards – man könnte auch vom Altstadtring sprechen -  sind für die Fête Votive gesperrt incl Bürgersteige,  aber die Fußgänger quetschen sich zwischen den Gittern hindurch, um ihren Weg ohne große Umwege fortzusetzen. An unterschiedlichen Stellen der Boulevards spielen Pena-Gruppen. Schließlich kommen in rasendem Galopp die verschiedenen Manades nacheinander auf ihren wunderschönen, weißen, wendigen Camargue-Pferden angebraust, zwischen den Pferden die mitrasenden junge Stiere. Diese sind zierlicher als ihre spanischen Brüder, haben aber ein größeres Gehörn, und das ist jeweils umwickelt mit bunten Bändern. Und die mutigen Jugendliche, die die Stiere zu Fuß verfolgen, müssen versuchen, ihnen diese Bänder abzureißen. Ein erfolgreicher Stier läßt sich sowenig Bänder abnehmen wie irgend möglich! Natürlich ist auch die Familie Martini mit ihren erfolgreichen Stieren und ihrer tollen Reitertruppe dabei, auf deren Stierfarm wir schon oft gewesen sind. Auf und an den Boulevards  ein ungeheurer Menschenauflauf, eine tolle Stimmung. Zu allem Überfluß schießt immer wieder die Polizei in die Luft, um die vielen Stare aufzuschrecken, die so den Himmel über Uzès verdunkeln. Hinter dem Gitter wogen Menschenmassen und versperren denjenigen, die dahinter einigermaßen bequem an Bistrotischen beim Pastis sitzen, den Blick. So geht es auch uns in unserem Le Vieux Café, das sich an prominenter Stelle am Boulevard Gambetta 1 befindet, einem der Hauptschauplätze. Das von unserem Ehrenpräsidanten Horst Schütze vereinbarte Essen (Rinderbraten mit Oliven) ist schmackhaft, der Service naturgemäß überfordert. Schließlich verlagern sich die Reiter- und Stiervorführungen in die sog Arena außerhalb der Altstadt, während die Boule-vards mit Musik geflutet werden. Als krönenden Abschluß werden Musikwägen, phantasievoll geschmückt, mit Lichtorgeln beleuchtet und mit Akrobaten bestückt, durch die Boulevards gezogen – das erinnert viele von uns an den Cirque du Soleil, dessen erste Aufführungen von André Heller choreographiert gewesen waren. Als Claudia schließlich das Abendessen bezahlen will, stoßen wir an der Theke auf den leicht erschöpften, glücklich-stolzen Bürgermeister.  Das Durcheinander, für wieviele Gedecke bezahlt werden muß, kann am Ende schnell aufgelöst werden.  Nach all dem Trubel und Lärm genießen wir schließlich die laue, stille Sommernacht am Pool mit einem Absacker.

Wie jeden Samstag ist am Vormittag in der Altstadt auf der Place des Herbes Markt. Und jeder macht sich individuell auf, um seinen ganz persönlichen, südfranzösischen Konsumrausch zu erleben, ob mit frischem Obst, Käse, eingelegten Oliven, bestem Oliven- oder anderem Öl, Tischdecken, Keramik, Schnitzereien aus Olivenholz, Tücher,  Honig, Käuter, Gewürze,  etc. etc. Ein unglaubliches Gedrängel mit Familien, Hund, Kinderwägen, Oma und Opa, Taschen, Tüten und Rücksäcken,  wobei die Touristen in der Minderheit sind,  wälzt sich über den Platz und durch die umliegenden Gassen mit ihren kleinen Boutiquen mit überraschendem Sortiment, lohnendes Ziel jedes Konsumjägers.  Unter den Arkaden sitzen Leute bereits am Mittagstisch.  Und ein Belohnungsdrink unter den Arkaden im Schatten, in sicherer Entfernung von den Menschenmassen, umgeben von den vielen ergatterten Tüten, ist doch ein krönender Abschluß für einen erfolgreichen Morgen!
Schon am frühen Morgen ist es heute nicht nur heiß, sondern schwül. Ich gehe daher als Erstes in den mittelalterlichen Garten, um den Königsturm (La Tour Royale) zu besteigen, der einen wunderschönen Blick über ganz Uzès gewährt. Die Turmtreppen sind so eng, dass das mit Tüten und Taschen beladen ein unmögliches Unterfangen wäre, auch Gegenverkehr wäre unerwünscht. Der kleine Garten mit seinen verschiedenen Beeten – Erklärungen gibt es auch auf deutsch – ist bezaubernd und ein ruhiges Plätzchen. Luftholen vor dem Sturm.
Für unsere Gruppe ist das Mittagessen im „Millezime“ am Boulevard Gambetta reserviert. Anschließend ist Freizeit angesagt z.B. am Hotelpool oder ein schattiger Spaziergang zur Quelle der Eure. Oder man fährt mit Claudia zum Pont du Gard, dem römischen Wahrzeichen des Landkreises Gard, oder Knoblauch und andere Lebensmittel einkaufen.
Am Abend bummelt wieder jeder individuell in Richtung Boulevards für das Fête Votive. Dieses Mal hat Horst Schütze für uns genialerweise im „Le Bistrot du Grezac“ am Place Bellecroix, direkt an der Kirche St. Etienne, reserviert. Dort drücken sich viel weniger Leute  an den Absperrungen herum, so dass wir bequem von unseren Plätzen aus das Spektakel verfolgen können. Das Ende der Stierhatz ist nämlich hier aufgebaut: Ein großer Viehtransporter steht mitten auf dem Boulevard, die Stiere werden im rasenden Galopp von den Reitern eskortiert und sausen direkt in den Transporter, Klappe zu, Stier drin. Nur einer riecht den Braten und dreht um. Nach einer Weile dürfen alle Stiere wieder heraus und werden in umgekehrter Richtung den Boulevard hinaufgetrieben, und alles beginnt von vorn. Die Photographen unter uns wagen sich wie die anderen mitten auf den Boulevard, um die rasenden Stiere und Pferde in möglichst toller Perspektive aufzunehmen und sich dann mit einem Sprung durch die Absperrung in Sicherheit zu bringen. Eine Reiterin hat ihr Baby dabei, das am Ende auf den Sattel ihres Camargue-Pferdes gesetzt wird und, gestützt von den Eltern, rasch der Liebling der Photographen wird. Unterdessen bekommen wir ein vorzügliches Abendessen mit einer außergewöhnlich guten Paella.  Das Geschehen mit Pferden und Rindern verlagert sich wieder in die sog Arena. Es wird immer schwüler. Einige unserer Gruppe bummeln ins Hotel. Andere lassen sich bei einsetzender (Tanz-)Musik noch über die Boulevards treiben. Diese Spätlinge erreichen das Hotel nur noch bei sanftem, sommerlichen  Sprühregen. Nach dem üblichen Absacker auf der Poolterrasse, um die Ruhe zu genießen, fängt es in der Nacht richtig zu schütten an, und es kühlt endlich ein bißchen ab.

Am Sonntag strahlt die morgentliche Sonne schon wieder. Der Himmel ist blaugeputzt. Der Bus wird sorgsam auf einer Seite mit dem Gepäck bepackt, und um 9h fahren wir nach Domazan, den Wein abholen. Mit Hilfe von vielen hilfreichen Händen sind die vielen Weinkartons in Windeseile verstaut, und es geht auf die Autobahn. Claudia verteilt als Andenken wohlriechende Lavendelsäckchen, besonders große an die Kuchenbäckerinnen. Mittags sind wir in Lyon. Die Wolken sind wieder da, hängen ganz tief, und es regnet. Daher gibt’s erst gegen 13.30h, als der Regen aufhört,  ein sehr schmackhaftes Picknick mit Baguette,  Käse, Wurst, Tomaten, Gurken, Oliven, etc..und zum Nachtisch: Kuchen. Bis wir um 21.30h in Schriesheim ankommen, hat der Regen gottseidank aufgehört. Es ist aber sehr schwül.  Viele streben müde rasch heim. Aber Andere müssen noch gemeinsam mit eintreffenden Helfern den Knoblauch, das Öl und den Wein abladen und abtransportieren.
Vielen Dank für sehr umsichtiges Fahren, Rolf, und dafür, dass es im Bus in der Regel immer „ richtig“ war – weder zu kalt noch zu warm. Vielen Dank, Claudia, für eine gelungene Jahresfahrt mit einer wie immer sehr harmonischen Reisegruppe und einem tollen Programm, das sowohl diejenigen ansprach,  die zum ersten Mal die Fahrt mitgemacht haben, als auch die Alten Hasen.

Carrières de Lumières
Picknick
Glanum
Weinprobe
Aven d'Orgnac
Fête Vôtive

Jahresfahrt 2014 nach Uzès/Fête de 30 ans à Uzès

Empfang im Rathaus/mairie
Im Rathaus
Passage de Schriesheim
Der Granitsstein/le bloc
Einweihung/Inauguration
Bonneau, Ebert,Chapon,Höfer,Lena
Place aux herbes
Place aux herbes
Der Abend/la soirée

Jahresfahrt 2013

Einmal Uzès und immer wieder ! (von Antonia Schropp)

Vom 31.7. bis 4.8. war wieder einmal ein Bus mit 40 fröhlichen Schriesheimern unterwegs in Südfrankreich. Ziel war natürlich unsere Partnerstadt Uzès. Mit von der Partie waren unsere Weinhoheiten Alexandra, Lena, Julia und Melanie aus dem vergangenen Jahr. Auch einige Heidelberger hatten sich der Reise angeschlossen. Von Anfang an herrschte allerbeste Stimmung und große Begeisterung. Na ja, bei diesem Wetter! Keine Wolke am Himmel und très très chaud!
Wie in den letzten Jahren hatte Horst Schütze den Reiseverlauf sorgfältig geplant und organisiert. Aus gesundheitlichen Gründen war er aber nur in unseren Gedanken dabei und Irene Cuny und Josef Baus hatten dankenswerterweise die Reiseleitung übernommen. Das perfekte Team! Souverän, humorvoll, mit besten Kenntnissen von Land und Sprache begleiteten sie uns während der fünf Tage pannenfrei! Danke und Chapeau! Nicht zu vergessen unser Busfahrer Rüdiger, der nicht nur ein tadelloser Chauffeur für uns war, sondern gut gelaunt ein netter Teil der Reisegruppe.
Im Bus wurden wir schon mal mit Ricard aus Marseille, Sekt aus Wissembourg und einer Weinspende von Hans Waldenmayr auf das „Savoir Vivre“ eingestimmt. Und dann diese traumhaften Picknicks! Ein ganz großes Kompliment an Magdalena und Hans Bader, die für das leibliche Wohl bestens vorgesorgt hatten. Magdalena und Irene waren schon vorher nach Wissembourg gefahren um u. a. Sekt und die köstlichen Pasteten, original aus Frankreich, einzukaufen. Dank der vielen Helfer war im Nu ein prächtiges Buffet aufgebaut. Ein Fest auch für das Auge. Beim zweiten Picknick in einem schattigen Pinienhain gab es dann von Petra Schmidt, die uns auch sonst eifrig im Bus mit Getränken versorgte, köstlichen Eierlikörkuchen. Dazu spendierte im Gedenken an den anstehenden offiziellen Tunnel-durchstoß in Schriesheim Hartmut Klein spanischen Kräuterschnaps Marke „TUNEL“.
Fast pünktlich in Uzès im „BEST WESTERN“ Hotel angekommen, wurden wir bei einem exzellenten 3-Gänge-Menu von einem guten Freund, Jean-Louis Leprêtre begrüßt, Mitglied des „Comité de Jumelage d’Uzès“. Wer dann noch wollte, konnte im hoteleigenen Pool ein paar Runden drehen. Ein Genuss nach der langen Busfahrt!
Am nächsten Tag erwartete uns ein volles und tolles Programm. Ab ging es nach Les Baux zum „Chateau des Baux de Provence“. Zuvor aber, und das war nicht nur für „Erstlinge“ der Jahresfahrt eine Riesenüberraschung, wandelten wir durch die erweiterten „Carrières de Lumières“, einen riesigen unterirdischen Steinbruch. Eine weltweit einzigartige monumentale Multivision–Schau erwartet die Besucher mit gigantischen auf die Wände projizierten Gemälden von Renoir, Monet, Chagall, und Seerosen von Monet, über die man laufen konnte, zum Niederknien! Dazu harmonisch angepasste Musik, ein Erlebnis nicht von dieser Welt!
Anschließend ging es durch malerische Gassen hinauf zum Chateau der ehemaligen Hochburg der Minnesänger, gewaltig auf Felsen gebaut mit herrlichen Ausblicken auf ein prächtiges provenzalisches Panorama. Besonders unser Jüngster (Arras Junior) war begeistert von den mittelalterlichen Vorführungen wie Katapult- und Armbrustschießen.
Das nächste Highlight war Avignon, mit dem mächtigen Papstpalast und dem berühmten Pont d’Avignon. Durch die Altstadt führte uns das Touristenbähnchen „Petit Train“ und die Sehenswürdigkeiten wurden uns vom Audioguide erläutert. Damit war der Tag noch lange nicht zu Ende. Auf der „Route de Vins“ fuhren wir nach Domazan zur Weinprobe, wo unsere Weinkönigin Alexandra Weine der Schriesheimer Winzergenossenschaft als Gastgeschenk überreichte. Anschließend ging es am gleichen Ort zum Abendessen „Chez Marie-France“. Ein langer erlebnisreicher Tag, der für so Manchen am und auch im Pool endete.

Am nächsten Morgen, Freitag, war unser Ziel Anduze zu Füßen der Cevennen. Eine wunderschöne Fahrt führte uns durch eine Bilderbuchlandschaft, die Straße gesäumt von Sonnenblumen- und Melonenfeldern, Rebflächen und Olivenhainen. Im klaren Licht des Morgens waren die sanften Hügel der Cevennen zu sehen. Am Zielort konnten wir zwischen zwei Attraktionen wählen: Besichtigung einer der schönsten Tropfsteinhöhlen Frankreichs „La Grotte de Trabuc“ mit den 100.000 Soldaten, dem „Mystère des Cévennes“, oder dem Bambuswald „Bambouseraie“ mit einer sehr humorvollen und interessanten Führung des Holländers Kees durch den 34ha großen Garten mit 300 Bambusarten sowie Mamutbäumen, Palmen, Bananen, Gingkos, Magnolien und einem Meer von blauen Hortensien. Am nahen Bahnsteig trafen sich dann beide Gruppen wieder, um mit dem historischen Dampfzug „Train à Vapeur“ nach St.Jean-du-Gard zu „ruckeln“, wo uns der Bus wieder einsammelte. Nun war unser ersehntes Ziel das Restaurant „La Guinguette“. Von wegen, wie im Programm angekündigt, einfaches Mittagessen! Auf der schattigen Terrasse  wurden Platten aufgetischt mit allen Köstlichkeiten der Region: Fromage, jambon cru, diverse Wurstsorten aus den Cevennen mit Oliven auf grünem Salatbett. Welch ein Augenschmaus! Dazu Vin rouge und Vin rosé soviel man wollte. Hier konnten wir so richtig die Leichtigkeit des Seins genießen: Savoir-Vivre! Keiner wollte diesen „berauschenden“ Ort gerne verlassen. Eine unserer Mitreisenden schlug vor, man könne sie ja bei der nächsten Jahresfahrt 2014 hier wieder abholen!

Nach der Rückkehr ins Hotel und einer kurzen Sieste am und im Pool wurden wir im Innenhof des „Hotel de Ville“  offiziell vom “Comité de Jumelage“ empfangen. Unsere Weinkönigin Alexandra überbrachte die persönliche Einladung von Bürgermeister Hansjörg Höfer an Bürgermeister Jean-Luc Chapon zur Neujahrsmatinée mit Neujahrsempfang am 5. Januar 2014 in Schriesheim; der  komm. Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Josef Baus die an Gèrard Bonneau, Präsident des „Comité de Jumelage“, und an seine Gattin. Von beiden Seiten wurde zudem zu 30 Jahre Partnerschaft eingeladen, geplant ist, in Schriesheim vom 29. Mai bis 1. Juni 2014 und in Uzès am Wochenende des 3. Oktobers 2014 dies zu feiern. Am Abend begingen wir dann in fröhlicher Runde bei Paella und Wein im „Le vieux Cafe“ am Place Albert 1er das traditionelle Stadtfest „Fête Votive“. Der Stierlauf „Abrivado“ durch die mit Gittern gesicherten Boulevards und später der laute und farbige Umzug „Pegoulade“ sind die Höhepunkte dieses alljährlich stattfindenden Spektakels. Von den Stieren war allerdings kaum etwas zu sehen. Ab und zu etwas Schwarzes zwischen einer wild daher galoppierenden  verwegenen Reitergruppe, angekündigt durch einen lauten Kanonendonner. Tolle Stimmung, Musik und Flamencotänzerinnen, ein Flair von Camargue und Spanien! Der Tag endete beim Tanz auf der „Place Esplanade“ bis in den Morgen..

Der Samstag stand dann zur freien Gestaltung. Man konnte entspannt durch die Stadt bummeln und auf Schritt und Tritt Spuren römischer Geschichte entdecken. So richtig entspannend war es aber nicht, denn mehr als 200 Händler hatten die Stadt auf der „Place aux Herbes“ und auf den Ring-Boulevards mit ihren Marktständen erobert: Ein einziger Farben- und Gerüche-Rausch, Berge von einheimischem Obst und Gemüse, alles was die Region zu bieten hat von Lavendelhonig, Knoblauch, unzähligen Sorten Käse sowie Klamotten und Schmuck „en masse“.

Eine kleine Gruppe schloss sich einer kurzen Busfahrt zum „Pont-du-Gard“ an, der fast 2000jährigen höchsten römischen Wasserleitungsbrücke der Welt. In drei Etagen überspannt sie den Fluss Gardon, in dessen klarem Wasser sich bunte Kanus und fröhlich Badende tummelten. Abends saßen wir dann wieder in heiterer Stimmung beim Fète Votive, passend dazu wurde Stiergulasch serviert. Wer wie lange dann noch auf der „Place Esplanade“ tanzte und am Pool absackte ist nicht überliefert.

Am Sonntagmorgen hieß es dann „Bonne Route“ zurück nach Schriesheim. Wieder gab es ein grandioses Picknick, bereichert  mit honigsüßen Cavaillon-Melonen, am Straßenrand gekauft, und „jambon cru“. Magdalena und Irene hatten wieder an alles gedacht und unsere Heike  erwies sich einmal mehr als Weltmeisterin im Käsewürfelschneiden. Bevor uns Horst Schütze eine Viertel Stunde früher als geplant in Schriesheim freudig begrüßte, ging noch eine Liste im Bus herum, in der sich mehr als die Hälfte der Reiseteilnehmer spontan für die nächste Jahresfahrt 2014 eintrugen.

Jahresfahrt 2012 nach Uzès

Bericht von Ralf WEINER
Auch dieses Jahr wurde zwischen dem 3. und 7. Oktober wieder die beliebte Jahresfahrt des Partnerschaftsvereins nach Uzès durchgeführt. Um die wichtigste Einschätzung gleich vorweg zu nehmen: Auch diesmal war das mit Erlebnissen, Begegnungen und Malzeiten prall gefüllte Programm wieder ein großer Erfolg. Horst Schützes Planung war perfekt und Ihm gebührt der Dank aller Teilnehmer für Planung und Vorbereitung der Reise, aber auch für die Begleitung des Programms mit dem engen Zeitplan und nicht zuletzt für seine unnachahmlichen Kommentare, von denen kaum ein Teilnehmer verschont wurde und die die Busfahrten so kurzweilig machten. Wir sind ihm auch deshalb zu großem Dank verpflichtet, weil er all die Anstrengungen trotz schmerzender Hüfte und so kurz vor seiner bevorstehenden Operation auf sich genommen hat.

Schon die Hinfahrt wurde kurzweilig durch eine Stadtführung in LYON unterbrochen. Wie oft ist man auf der Fahrt nach Süden an dieser Stadt vorbeigefahren oder hat genervt im Stau gestanden, aber diesmal war zwei Stunden Zeit, um sich die Bauwerke der Blütezeit des Bürgertums im 16. und 17. Jahrhundert erklären zu lassen. Am Abend dann Ankunft im renovierten Hotel Saint Geniès in UZÈS.

Am 2. Tag, nach einer Stadtführung in Uzès, ging die Fahrt an die Ardèche mit Mittagessen in VALLON-PONT-D’ARC. Wie sagte Horst: „Leute -  es gibt nur was Bescheidenes“ und daraus wurde dann ein komplettes Drei-Gänge-Menü. Höhepunkt des Tages war ohne Zweifel die Führung durch die beeindruckende Tropfsteinhöhle AVEN D’ORGNAC. Die Begeisterung des sehr fachkundigen Führers „William“ übertrug sich auch auf die Gruppe. Viele hatten so eine schöne Höhle mit ihren vielfältigen Formen und Farben noch nie gesehen. Immer noch satt vom Mittagsmenü ging es dann auf dem Rückweg zum Abendessen auf die Tierfarm FERME COUDERT. Wieder drei Gänge und jede Menge Wein.

Der Freitag führte uns dann nach SAINTES-MARIES-DE-LA-MER, wo vor dem Ort Gelegenheit bestand, sich zu einem Ausritt auf eines der weißen Pferde der Camargue zu setzen, oder den weitläufigen PARC ORNITHOLOGIQUE mit seinen wunderschönen Flamingos zu besuchen. Nach kurzem Aufenthalt in Saintes-Maries dann Zwischenstopp zum Mittagessen mit am offenen Feuer gerösteter Lammkeule auf einer Farm. Ab Aigues Mortes dann Fahrt mit dem Boot auf einem Rhône-Seitenkanal bis zur Stierfarm MARTINI. Hier werden die Stiere für den (unblutigen) Stierkampf in den vielen Arenen Südfrankreichs gezüchtet, und wir konnten einer tollen Vorführung der Reiter beim Vereinzeln eines Tieres aus der Herde zuschauen. Kein Tag ohne üppiges Abendessen, was uns - beginnend mit Muscheln satt und Pastis - mit einem kompletten Menü inklusive Wein serviert wurde. Der gesellige Abend fand seinen Höhepunkt in einem zum Mitsingen animierenden Auftritt der Sängerin Régine Pascal, die viele sicher noch von den beiden Tagen des letzten Straßenfests in der „Uzès-Taverne“ in guter Erinnerung haben.

Der Samstag begann mit der individuellen Erkundung des Marktes in Uzès mit seinen vielen typischen Ständen, die reichlich Gelegenheit boten, sich mit Mitbringseln aller Art einzudecken. Da die Honoratioren der Stadt zu einer politischen Veranstaltung reisen mussten, gab es im Weingut „SAINT FIRMIN“ einen kurzen Empfang mit Gérard Bonneau, dem Präsidenten des „Comité de Jumelage“, mit anschließender Weinprobe.

Für den Nachmittag konnte dann zwischen Freizeit, Kanu fahren auf dem Gardon und einer Besichtigung des beeindruckenden Aquädukts PONT DU GARD gewählt werden.

Die Rückfahrt am Sonntag verlief problemlos und mit dem traditionellen Picknick aus mitgenommenen Vorräten. Viele haben zum Gelingen der schönen Fahrt beigetragen, erwähnt werden sollen neben dem eingangs schon gewürdigten Horst Schütze auch der umsichtige Busfahrer Werner vom Unternehmen Farrenkopf, der uns sicher durch die engsten Straßen chauffierte und Petra, der gute Geist an Bord, die uns mit Wasser und Kaffee versorgte.

Wieder zuhause, zeigte der Blick auf die Waage den kulinarischen Erfolg der Reise.

Jahresfahrt 2011 nach Uzès

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Von Jochen Schwaar

Kurz war die Nacht für die meisten Teilnehmer der Jahresfahrt, als sie sich am Donnerstag, dem 4. August in der Frühe Viertel nach vier zum Aufbruch nach Uzès trafen. Koffer und Proviant für die Picknicks waren schnell verladen, und so konnte der Farrenkopf-Bus mit dem vielen schon bekannten Fahrer Werner pünktlich halb vier starten. Bis zum ersten Halt nach ca. zwei Stunden Fahrzeit war es noch recht still im Bus, Dunkelheit und die kurze Nacht verleiteten dazu, die Augen noch ein wenig zuzumachen. Lebendiger wurde es dann nach der ersten größeren Pause mit Picknick, für das Horst Schütze mit seinen Helfern wieder hervorragend eingekauft hatte. Je weiter wir dann gen Süden kamen, desto besser wurde auch das Wetter, und ab Lyon empfing uns strahlender Sonnenschein. Ohne Staus erreichten wir schließlich genau nach Zeitplan unsere Hotels in Uzès. Zum Frischmachen und Ausruhen blieb nur eine kurze Zeitspanne, dann ging es zum Empfang im Rathaus, wo auch das in einem zweiten Bus gestartete und im Hotel in Pouzilhac untergebrachte Stadtorchester Schriesheim inzwischen eingetroffen war. Zum Auftakt gab das Stadtorchester im Innenhof des Rathauses einige Stücke zum Besten, dann folgte die offizielle Begrüßung mit Getränken und einem kleinen Imbiss. Als Gastgeschenk hatten wir zwei übergroße Flaschen "Hochprozentiges" mitgebracht. Mit einem Abendessen im Restaurant "Non Comment" klang der doch recht lange Tag aus, und die meisten verschwanden beizeiten in ihren Hotelzimmern.

Am Freitag stand die Stierfarm "Martini" in Franquevaux auf dem Programm, wo wir zusehen konnten, wie die Stiere für das Treiben durch den Boulevard in Uzès aus der Herde aussortiert wurden. Nach einem köstlichen Mahl mit Muscheln, Steak und reichlich Wein überraschte uns Régine Pascal, die viele schon vom Mathaisemarkt kannten, mit wunderbaren Chansons. Mit einer abschließenden Polonaise wurde die Stimmung richtig angeheizt. Viel zu schnell verflog die Zeit, und so musste Horst Schütze regelrecht zum Aufbruch drängen. Das Abendessen fand im Restaurant "Le Fournil" direkt am Rande des Boulevard Gambetta statt, wo ab etwa 21 Uhr der große Umzug und das Treiben der Stiere stattfanden. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welch technischem und personellem Aufwand dieses Fest durchgeführt wird und was für grandiose Ideen verwirklicht werden.

Der Samstagvormittag war natürlich dem Besuch des faszinierenden Marktes vorbehalten, der sich von der "Place aux Herbes" über die kleinen Gassen bis zum Boulevard hinzieht. Dann ging es nach Gaujac zu unserem "hauseigenen" Weinlieferanten mit einem kräftigen Winzeressen und einer zünftigen Weinprobe. Auch der Bus des Stadtorchesters war eingetroffen, und da von der Möglichkeit des Weineinkaufes reichlich Gebrauch gemacht wurde, waren wir froh, den Knoblauch für das Straßenfest in diesem Bus deponieren zu können. Zum Abschluss des Besuches in Gaujac schmetterten zwei Bläser des Stadtorchesters noch das Schriesheimer Lied, zu dem kräftig mitgesungen wurde. Leider ging jetzt mit der Rückfahrt nach Uzès auch die Schönwetterperiode zu Ende. Das Abendessen fand wieder im Restaurant "Le Fournil" am Boulevard Gambetta statt, doch das erhoffte Stiertreiben wurde wegen der nassen Straßen kurzfristig abgesagt. Eine kleine Wetterbesserung machte dann doch noch Teile des Umzuges möglich, und wir konnten zwei alte Bekannte, die in Schriesheim in der Pena mitgespielt hatten, begrüßen.

Für das Sonntagsprogramm waren alternativ Wanderung, Kanufahrt auf dem Gardon, Pont du Gard mit Museum oder Stadtführung vorgesehen. Bis auf die Stadtführung fielen alle Programmpunkte buchstäblich ins Wasser, denn ein Regenschauer löste den anderen ab. Zum Mittagessen ging es in den kleinen Ort Collias in das direkt am Gardon sehr hübsch gelegene Restaurant "L'Enclos". Zurück in Uzès, hatten die meisten von uns die anstehenden Programmpunkte, wie Auftritt des Stadtorchesters, Stiertreiben und Esplanade-Abendveranstaltung bereits abgeschrieben, denn die "Place aux Herbes" war leergefegt und glich einer Wasserpfütze. Umso größer war das Erstaunen, als nach leichter Wetterbesserung und Krisensitzung der Stadt das gesamte vorgesehene Programm wieder aufgenommen wurde. Es ist fast unvorstellbar, wie in kürzester Zeit alles wieder so hergerichtet war, als hätte es den verregneten Vormittag nicht gegeben. So fand auf dem Place aux Herbes der Auftritt des Stadtorchesters wie geplant statt, und der Platz war von Besuchern gut gefüllt. Da die Straßen weitgehend abgetrocknet waren, fand auf dem Boulevard auch das Stiertreiben planmäßig statt und die Esplanade, mittags noch ein trauriger nasser Flecken, hatte sich in einen Festplatz mit schön gedeckten Tischen und großer Musikbühne verwandelt. Erstaunlich auch die logistische Leistung beim Essen. Für schätzungsweise 400 bis 500 Personen gab es ein komplettes Menu mit Salat, Paella, Käse und Nachtisch. Und alles verlief reibungslos. Einen herzlichen Glückwunsch den Organisatoren!

Damit war aber auch schon wieder das Ende der Jahresfahrt erreicht. Mit allen Einkäufen für Picknick und Wein hatte Werner, unser Fahrer; Mühe, auch noch die Koffer unterzubringen. Schließlich gelang aber auch dies, und bei jetzt sonnigem Wetter starteten wir zur Heimreise. Natürlich gab es auch da wieder hervorragende Picknicks. Je weiter wir jedoch nach Norden kamen, desto schlechter wurde das Wetter, so dass das letzte Picknick beinahe wegen Regen hätte ausfallen müssen. Doch der Wettergott hatte Einsicht, in einer Regenpause konnte auch der letzte Programmpunkt planmäßig ablaufen.

Es ist fast müßig, die präzise und hervorragende Organisation der Jahresfahrt zu erwähnen, denn der Reiseorganisator, und zwar ganz allein, hieß Horst Schütze. Bleibt uns also nur, ein ganz herzliches Dankeschön zu sagen, ihm noch lange, lange die Gesundheit und Kraft zu wünschen, damit solche Fahrten weiterhin stattfinden können.

Nicht vergessen wollen wir auch ein Dankeschön an unseren Fahrer Werner, der den Bus sicher auch durch die engsten Straßenschluchten gesteuert hat und an Petra, die im Service keine Wünsche offen ließ.

Jahresfahrt 2010 nach Uzès

Empfang im Rathaus
Compagnie Bachique
Bootsfahrt
Auf der Stierfarm
In Uzès
Auf dem Gardon
Le petit train

Von Ralf WEINER

Auch dieses Jahr wurde zwischen dem 3. und 7. Juni wieder die beliebte Jahresfahrt des Partnerschaftsvereins nach  Uzès durchgeführt. Um das Urteil gleich vorweg zu nehmen, auch diesmal war das mit Erlebnissen und Begegnungen prall gefüllte Programm wieder ein großer Erfolg. Horst Schützes Planung war perfekt und Ihm gebührt der Dank aller Teilnehmer für Planung und Vorbereitung der Reise, aber auch für die Begleitung des Programms mit dem engen Zeitplan und nicht zuletzt für seine unnachahmlichen Kommentare von denen kaum ein Teilnehmer verschont wurde und die die Busfahrten so kurzweilig machten.

Nach dem Einchecken in den Hotels stand gleich am ersten Abend ein Empfang im wunderschönen Rathaus von Uzès auf dem Programm. Die Begrüßung durch den Bürgermeister Jean-Luc Chapon und durch den Präsidenten des Comité de Jumelage, Gérard Bonneau, war sehr herzlich. Besondere Anerkennung fand die Teilnahme der drei Weinhoheiten Sonja III, Claudia und Saskia, die von einer in historischen Trachten auftretenden Delegation der "Compagnie Bachique, Duché d'Uzès" willkommen geheißen wurden. Das sich anschließende muntere Geplaudere bei Pastis und Wein (Limo und Cola wurden kaum angerührt) ließ die Sprachbarriere fast vergessen.

Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Hotelterrasse ging es am zweiten Tag Richtung Süden ans Meer. Man konnte die kleine Stadt Le Grau du Roi erkunden, am Strand entlang laufen oder es sich in einer der vielen Bars am Hafen gemütlich machen. Weiter ging es  nach Aigues-Mortes, einer mittelalterlichen, noch vollständig von einer Stadtmauer umschlossenen Stadt und von dort in einer 2-stündigen Bootsfahrt zu einer Stierfarm. Hier werden die schwarzen Stiere gezüchtet und trainiert, die in den in Südfrankreich so beliebten (unblutigen!) Stierkämpfen zum Einsatz kommen. Nach "Muscheln satt" gab es ein zünftiges Abendessen (Ein Stier hat wohl dran glauben müssen) und danach wurde bis tief in die Dunkelheit gesungen und getanzt, angefeuert von einer temperamentvollen Sängerin und begleitet vom Mitreisenden Franz Herb auf dem Akkordeon.

Am Samstag war dann Gelegenheit, ausgiebig über den Markt in Uzès zu schlendern und sich mit Produkten der Region oder Souvenirs einzudecken, bevor es dann zu einer Weinprobe zur Cooperative Vinicole de Gaujac ging. Hier konnte man individuell Wein oder Traubenkernöl kaufen, es wurde aber auch der Wein fürs Straßenfest gebunkert und beim Mittagessen wurde natürlich kräftig probiert. Weiter ging es zum Gardon, wo eine Kanufahrt auf  dem Fluss durch den beeindruckend schönen Pont du Gard auf dem Programm stand. Der Abend wurde dann auf einer idyllischen Farm mit großen Freigehegen verbracht. Hier liefen Enten, Gänse, Pferde, Esel, ein Lama, Strauße und Pfaue durcheinander, ein kleines Paradies für die Tiere.

Am Samstag ging die Fahrt dann in die Cevennen, mit der Möglichkeit, eine beeindruckende große Tropfsteinhöhle zu besichtigen oder einen Bambuswald zu erkunden. Die Fahrt zum Mittagessen dann mit dem Train à Vapeur, einer historischen Dampfeisenbahn, die nostalgische Gefühle weckte, auch wenn nach einer Tunneldurchfahrt die Asche auf heller Kleidung nicht von jedem begrüßt wurde. Nach 4 Tagen strahlenden Wetters erwischte uns dann genau beim Mittagessen im Restaurantgarten ein Gewitterguss. Da das Lokal innen von einer französischen Reisegruppe belegt war, wurde tapfer unter Sonnenschirmen und Vordächern gegessen und getrunken. Eine schöne Begebenheit der Völkerverständigung war das gemeinsame Singen mit den Franzosen im Lokal, in das sich dann doch viele vor dem Regen geflüchtet hatten. Franz intonierte auf dem Akkordeon die Marseillaise und auf ausdrücklichen Wunsch der Franzosen wurde anschließend das Deutschlandlied gesungen.

Die Rückfahrt am Montag verlief dann völlig problemlos, zumal mit Franz, seinem Akkordeon und seinen Witzen, es immer etwas zu singen oder zu lachen gab. Eine rundum schöne Jahresfahrt und nochmals vielen Dank an Horst Schütze für die Organisation.

Hier können Sie den Artikel der Rhein Neckar Zeitung ansehen!

Jahresfahrt zum Jubiläum 2009

 

 Fête de Jumelage à Uzès: Regard en arrière avec un grand merci pour un accueil chaleureux à Uzès!

Von der Presse und den Teilnehmern der Jubiläumsfeier in Uzès gab es ja bereits viel Lob für ein Programm, das vom Comité de Jumelage mit viel Herzblut organisiert worden war. Für vier Tage zu Gast in der Familie eines der Vorstandsmitglieder des Comité, konnten der Pressewart und seine Frau auch mal einen Blick hinter die Kulissen der Jubiläumsfeier werfen. Wir erlebten, wie das gesamte Comité mit weiteren Helfern fast im Dauereinsatz war: Bei dem Empfang der Schriesheimer Reisegruppe und beim morgendlichen Kaffee im Rathaus, bei der offiziellen Feier auf der "Place aux Herbes", bei den Mittag- und Abendessen im "Salle Polyvalente". Da wurden Tische und Stühle auf- und abgebaut, die Aperitifs herbeigeschafft und ausgeteilt, die Tische dekoriert, die Gäste bedient und am Ende alles wieder aufgeräumt. Es war bereits nach Mitternacht am Samstagabend, als nach getaner Arbeit endlich das Licht im "Salle Polyvalente" ausgeschaltet werden konnte. Diese enorme Hintergrundarbeit während der Feierlichkeiten soll an dieser Stelle auch einmal gebührend mit einem "Merci beaucoup" gewürdigt werden. Nur mit dem  persönlichen Engagement des "Comité de Jumelage" konnte diese schöne Jubiläumsfeier erst ermöglicht werden. Eine tolle Arbeit!

Ein weiterer, sehr erfreulicher Aspekt dieser Partnerschaft ist die Tatsache, daß alle Wünsche für eine private  Unterbringung der Reiseteilnehmer erfüllt werden konnten. Gelegentlich war von einem "Durchhänger" in dieser Partnerschaft zu hören. Das ist eigentlich nicht richtig. Es ist normal, daß nach 25 Jahren der Partnerschaft nicht mehr alle Teilnehmer der ersten Stunde dabei sind, aus verschiedenen Gründen. Neue Bürger und Bürgerinnen müssen also für die Erhaltung einer lebendigen Partnerschaft gewonnen werden, und das geht sicher nicht kontinuierlich. Die von Beginn an regelmäßige Würdigung der Städtepartnerschaft alle 5 Jahre ist daher ein wesentliches Element, neue Freunde zu gewinnen und die Partnerschaft damit lebendig zu halten. Die diesjährigen Feiern haben dies - wieder einmal - klar gezeigt: Neue private Kontakte wurden geknüpft und in Uzès sah man auch "neue Gesichter" aus Schriesheim.

Aber auch unser Verein braucht "neue Gesichter", damit die Vereins- und Vorstandsaufgaben kontinuierlich weitergeführt werden können. Jedes neue Engagement aus den Reihen der Mitglieder ist daher wichtig und gerne gesehen. Machen Sie mit und gewinnen Sie Freunde in Uzès!