Eine große Radreise - Pierre Subtil

Im September 2017 beschließt Pierre Subtil – Sohn von Nathalie Subtil-Chedru, Lehrerin am Lycée Charles Gide in Uzès und schon häufig als Begleitlehrerin am Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium in Uzès und unserem Kurpfalz-Gymnasium beteiligt – eine Radtour zu machen, die ihn um die halbe Welt führt! Zunächst fliegt er nach Neuseeland und erkundet ein Jahr lang die Südinsel. Vier Monate lang jobbt er in Restaurants und Bauernhöfen in Australien, und er spart, um sich ein Fahrrad samt Ausrüstung zu finanzieren für die Rückreise. Im Dezember 2018 ist es so weit – von Kuala Lumpur in Malaysia aus macht er sich auf den Rückweg über Thailand, Kambodscha und Laos. Für die Durchquerung von Birma und Indien nimmt er den Zug und besucht in Neu Delhi seine Schwester, die sich dort zu Studienzwecken aufhält. Von da aus fliegt er nach Teheran und kommt – teilweise per Anhalter – drei Wochen später in Istanbul in der Türkei an.

Vier Wochen hat er noch Zeit – und 4500 km zu radeln, um in Frankreich anzukommen; Anfang Juni will er einen Ferienjob in der Normandie antreten!

Er radelt ca. 1000 km pro Woche, über Bulgarien, Serbien, Ungarn, Österreich, Süddeutschland und Belgien. Sein Plan ist, bis zu 200 km am Tag zu radeln, um noch Zeit für Besichtigungen oder für den Fall von technischen Problemen zu haben. Er schafft es, und kommt Anfang Juni in Le Havre bei seinen Großeltern an.10 000 km auf dem Rad! Nun jobbt er vier Wochen lang, und im September wird er sein unterbrochenes Psychologie-Studium wieder aufnehmen. 

Alle Achtung vor dieser Leistung !!

(Maria Müller-Weber)

  

Die Rückkehr der Dame am Brunnen

Die Bauarbeiten auf dem Platz Albert 1er, am Boulevard Gambetta vor der Touristeninformation, wurden im April abgeschlossen. Jetzt hat der Brunnen seine Statue, „die Dame“, wieder bekommen.

1852 wurde der Brunnen mit der Dame auf dem Place du Marché au Blé (Weizenmarktplatz, wie der Platz hieß) errichtet. Sie trägt einen Wasserkrug auf der Schulter, und einen zweiten, aus dem Wasser fließt. Sie hieß jeden Samstag die Weizenhändler willkommen, die nach Uzès kamen, um ihr Korn zu verkaufen. Damals war der Weizen aus der Umgebung von Uzès berühmt für seine Qualität. Nach dem 1. Weltkrieg wurde der Platz umbenannt in Albert 1er, der Name des belgischen Königs.

Die Dame wurde vom Atelier Francois Bronze restauriert, ein seit 1975 spezialisierter Meister für metallische Kunstobjekte. Die Tätigkeit bestand darin, die originalen Formen von diesem 167 Jahre alten Monument wieder herzustellen, ausschließlich mit überlieferten alten Methoden, alles in Handarbeit. Für die Oberfläche der Figur wurden drei Schichten der gleichen Farbe angelegt, wie sie auch für den Eiffelturm im 19. Jahrhundert benutzt wurde. Der Wasserauslauf wurde aus Umweltschutzgründen verringert.

(Maria Müller-Weber)